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Haftpflichtversicherung: Alle Gründe, warum sie unverzichtbar ist

CB
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Lesedauer: 6 Minuten
Zwei Personen sprechen über Vertragsdetails
© David Gyung / istockphoto.com
Inhaltsverzeichnis
Wer zahlt eigentlich, wenn du jemandem unabsichtlich Schaden zufügst und daraus Kosten resultieren? Diese Frage solltest du dir stellen, bevor es so weit ist. Die meisten Haftpflichtversicherungen sind zwar keine Pflichtversicherung. Warum sie dennoch unverzichtbar ist, erfährst du hier.
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Was ist eigentlich eine Haftpflichtversicherung?

Das Gesetz legt fest, dass du für Schäden, die du jemand anderem zufügst, aufkommen musst. Diese Vorgabe gilt für eine unbegrenzte Schadenshöhe. Du haftest mit deinem privaten Vermögen. Dies kann schnell zu einem vollständigen finanziellen Verlust führen. Mit einer Haftpflichtversicherung wird genau das verhindert. Sie greift, wenn jemand dir gegenüber Schadenersatzansprüche äußert.

Vorteile: Deine Haftpflichtversicherung prüft, ob die Ansprüche gerechtfertigt sind. Ist das nicht der Fall, übernimmt der Versicherer die vollständigen Kosten zum Abwehren der Ansprüche. Stellt sich heraus, dass die Ansprüche berechtigt sind, werden die Kosten übernommen.

Wichtig ist, die Versicherungsbedingungen zu prüfen. So werden Schäden ausgeschlossen, die durch Vorsatz entstanden sind.

Die verschiedenen Typen der Haftpflichtversicherung

Grundsätzlich unterschieden wird bei einer Haftpflichtversicherung zwischen einem Single- und einem Familientarif. Der Single-Tarif schützt ausschließlich den Versicherungsnehmer. Beim Familientarif wird der Versicherungsschutz dagegen erweitert. Kinder sind inbegriffen in der Versicherung, wenn sie noch keine Ausbildung abgeschlossen haben.

Tatsächlich gibt es aber auch noch Unterschiede in den einzelnen Haftpflichtversicherungen:

  1. KFZ-Haftpflichtversicherung
  2. Privathaftpflichtversicherung
  3. Tierhalterhaftpflichtversicherung
  4. Berufshaftpflichtversicherung
  5. Bauherrenhaftpflichtversicherung
  6. Jagdhaftpflichtversicherung
  7. Gewässerschadenhaftpflichtversicherung
  8. Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

5 Gründe, warum eine Haftpflichtversicherung unverzichtbar ist

  1. Übernahme der Kosten bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  2. Integrierter passiver Rechtsschutz bei unberechtigten Schadensersatzforderungen Dritter
  3. Familien-Schutz bei einer Familien-Haftpflichtversicherung
  4. Forderungsausfall bei zahlungsunfähigen Schadensverursachern
  5. Absicherung auch von Gefälligkeiten von Ehrenamt möglich

Geheimtipp: Zusatzbausteine für die Haftpflichtversicherung

Eine gute Haftpflichtversicherung deckt bereits viele Risiken ab. Dennoch gibt es einige Zusatzbausteine, die zwar weniger bekannt, dafür aber sehr nützlich sind. Dazu gehören:

Die Ausfalldeckung

Durch eine Ausfalldeckung, auch Forderungsausfall genannt, stellst du sicher, dass deine Haftpflichtversicherung auch dann zahlt, wenn dir jemand anders Schaden zufügt und dieser Dritte nicht in der Lage ist, für den entstandenen Schaden aufzukommen.

Schutz bei Gefälligkeitsschäden

Du hilfst jemandem beim Umzug oder anderweitig und es kommt zu einem Schaden – was dann? Eigentlich greift ein stillschweigender Haftungsausschluss. Das heißt, normalerweise musst du den entstandenen Schaden nicht zahlen, da es sich um eine Gefälligkeit gehandelt hat. Du kannst aber dafür sorgen, dass deine Versicherung greift, wenn du zusätzlich Gefälligkeitsschäden abdeckst. Das hat schon manche Freundschaft gerettet.

Schlüsselversicherung

Eine Schlüsselversicherung lohnt sich dann, wenn du zum Beispiel mit deinem Wohnungsschlüssel auch ins Wohnhaus selbst hineinkommst oder im Beruf einen oder mehrere Schlüssel hast. Geht ein solcher Schlüssel verloren und muss die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden, wird das teuer. Mit einer Schlüsselversicherung sind diese Kosten abgedeckt.

Absicherung von ehrenamtlichen Tätigkeiten

Bist du im Ehrenamt aktiv und kommt es hier zu Sach- oder Personenschäden, musst du die Kosten normalerweise selbst tragen. Nicht so, wenn du in deiner Privathaftpflichtversicherung auch ehrenamtliche Tätigkeiten abgesichert hast.

Schutz bei Mietsachschäden

Bei einigen Haftpflichtversicherungen sind Mietsachschäden bereits versichert. Teilweise wird die Absicherung aber auch als Zusatzbaustein angeboten. Bist du Mieter, ist dieser Baustein auf jeden Fall sinnvoll. Mit diesem Baustein werden sowohl Schäden bei der Einrichtung und am Gebäude als auch an Sachen abgedeckt, die du dir ausgeliehen hast.

Die passende Deckungssumme – diese Beispiele geben Aufschluss

Bei einem Vergleich verschiedener Haftpflichtversicherungen fällt auf, wie unterschiedlich die Deckungssummen sind. Aber wie lässt sich eigentlich festlegen, welche Deckungssumme die richtige Wahl ist? Die nachfolgenden Beispiele zeigen, wie schnell sehr hohe Schäden entstehen können: 

  • Du fährst mit dem Rad auf dem Geh- und Radweg und bist kurz unaufmerksam. Dabei siehst du nicht, dass von vorn ein Fußgänger kommt. Ihr kollidiert miteinander. Der Fußgänger stürzt und kommt mit seinem Kopf hart auf dem Asphalt auf. Neben einer Schädelfraktur trägt er auch eine dauerhafte Querschnittslähmung davon. Behandlungs- und Pflegekosten belaufen sich insgesamt auf rund 8 Millionen Euro. 
  • Dein Kind versteckt sich in der Aula der Schule, um hier heimlich eine Zigarette zu rauchen. Dabei gerät Papier im Papierkorb in Brand und greift auf das Gebäude über. Ein großes Feuer entsteht. Der Schaden für die Sanierung liegt bei etwa 10 Millionen Euro. 
  • Neben deinem Garten befindet sich ein gehobenes Restaurant mit Außenbereich. Du führst Laubbläsearbeiten am Wochenende durch und verbrennst Laub und Holz in der Feuerschale. Lärm und Rauchbelästigung vertreiben die Gäste aus dem Restaurant. Der Besitzer macht dich für einen Vermögensschaden verantwortlich und verlangt von dir 1.000 Euro. 
  • Du hilfst Freunden beim Umzug. Also du hilfst, das von Hand angefertigte Klavier die Treppe nach oben zu tragen, rutschst du aus. Das Klavier fällt auf den Boden und geht kaputt. Es kommt zu einem Gefälligkeitsschaden von 10.000 Euro. 

Die Auflistung zeigt, dass nicht nur kleine Schäden entstehen können. Daher ist eine hohe Deckungssumme bei einer Haftpflichtversicherung sinnvoll. Zahlreiche Anbieter stellen verschiedene Schutzvarianten zur Verfügung, bei denen sich die Deckungssumme entscheidet. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine Mindest-Deckungssumme von 10 Millionen Euro.  

Fazit: Die Haftpflichtversicherung als dein persönlicher Schutz

Das Leben macht seine eigenen Pläne und dabei kann es auch passieren, dass jemand zu Schaden kommt. Damit du nicht auf hohen Kosten sitzen bleibst, ist eine Haftpflichtversicherung unverzichtbar. Sie greift bei Personenschäden, deckt Sach- und auch Vermögensschäden ab. Wichtig ist ein effektiver Vergleich der einzelnen Angebote, Deckungssummen und der enthaltenen Schäden. 

FAQ – die häufigsten Fragen rund um die Haftpflichtversicherung

Ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht?

Lediglich die KFZ-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung. In einigen Bundesländern wird auch gesetzlich eine Tierhalterhaftpflichtversicherung gefordert.

Welche Deckungssumme ist sinnvoll?

Experten empfehlen eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro.

Sind Kinder immer mitversichert?

Bei einer Familien-Haftpflichtversicherung sind Kinder mitversichert. Beachte aber, dass Kinder bis zum Ende des 7. Lebensjahres für Schäden nicht haftbar gemacht werden können.

Was passiert, wenn mir jemand Schaden zufügt, aber nicht versichert ist?

In dem Fall ist es sinnvoll, eine Forderungsausfalldeckung in die eigene Haftpflichtversicherung zu integrieren. Sie greift in diesem Fall und übernimmt die Kosten für den Schaden.


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